Anjas Backbuch

Süßes für die Seele

Frühling, Muffins

Rhabarber Cups

Rhabarber, Rhabarber, lass dein Haar… oh, Moment… falscher Film! Schnell Themenwechsel: Habt ihr schon mal Tonka-Bohnen probiert? Sie passen super zum knusprigen Mürbteig und dem sauren Rhabarber! Das müsst ihr probieren!

Wer schon das ein oder andere Rezept auf meinem Blog gelesen hat, der weiß: Ich LIEBE nichts so sehr wie Rhabarber (hoffentlich liest mein Freund das nicht 😀 ). Egal ob Rhabarber Biskuit-RolleRhabarber-Käsekuchen Muffins oder Rhabarber-Meringue-Tarte, es gibt für mich nichts besseres, als einen süßen Kuchen, Muffin, Cupcake oder eine Tarte mit dem einzigartigen sauren Rhabarber-Geschmack zu vereinen! Egal ob Mürbteig, Biskuit oder etwas anderes – Rhabarber passt einfach immer, oder?!

Diese kleinen Muffins sind etwas ganz besonderes: Es handelt sich dabei nicht um einen typischen Muffin aus Rührteig. Vielmehr bildet ein knuspriger Mürbteig die Hülle für die leckere Rhabarberfüllung – wie kleine Tassen, also „Cups“ eben! Abgerundet mit ein paar ebenso knusprigen Streuseln. Für Rhabarber-Fetischisten wie mich ein absoluter Traum.

Und noch eine Zutat macht den Kuchen so speziell: Etwas Tonkabohne im Mürbteig und in den Streuseln! Die gibt es beispielsweise bei REWE zu kaufen – man raspelt etwas von der Bohne, die ein bisschen aussieht wie eine große und dunkelbraune Mandel, in den Teig. Geschmacklich ähnelt sie Vanille, Karamell, Mandeln und Marzipan. Sogar auf Kokos haben schon einige getippt! Mit etwas Tonkabohne könnt ihr eigentlich jedes Rezept gewaltig aufpeppen. Aber Vorsicht: Zu viel davon kann giftig sein – also sparsam dosieren (rd. 1/4 der Bohne reicht). Die Wirkung ist trotzdem phänomenal!

Wer keine Tonkabohne daheim hat, die Rhabarber Cupcakes aber trotzdem backen möchte, der kann sie entweder weglassen oder durch Vanille ersetzen. Schmeckt zwar dann anders, aber immer noch lecker. 🙂

Zutaten
  • 200 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Butter
  • 70 g Zucker
  • Tonkabohne
  • 1 Ei

 

  • 600 g Rhabarber (geschält ca. 350 g)
  • Zitronensaft
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 EL Stärke
  • 4 Blatt Gelatine

 

  • 80 g Butter
  • 80 g Zucker
  • 120 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • Tonkabohne
Zubereitung

Mehl, Salz, Butter und Zucker in eine Rührschüssel geben. Etwas Tonkabohne mit einer Reibe dazugeben. Die Zutaten nun mit einem normalen Rühraufsatz miteinander verrühren. Dann ein Ei zum Teig geben und nochmals miteinander vermengen bis die Masse zu einer Teig-Kugel wird.

Bei einer Muffinform die Seiten der Mulden mit etwas Butter bestreichen, Mehl daraufgeben und das Muffinblech so drehen, dass die Seitenwände bedeckt sind. Nun aus Backpapier 12 Kreise ausschneiden (als Vorlage ein Glas verwenden) und diese in die Mulden legen. Alternativ könnt ihr von Papier-Muffinförmchen die Seitenränder abschneiden und nur den Boden verwenden.

Von dem Teig kleine Portionen abtrennen, zwischen den Händen zu Kugeln formen und leicht flach drücken. Dann in die Muffinform legen und dort mit den Fingern andrücken, sodass der ganze Boden bedeckt ist. Der Teig sollte ca. 2 mm dick sein. Zum Schluss den restlichen Teig jeweils in kleinen Portionen zu Röllchen formen und mit diesen einen 1-2 mm dicken Rand hochziehen.

Das Blech mit dem Teig nun für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Derweil den Ofen auf 200°C Ober- / Unterhitze vorheizen.

In der Zwischenzeit kann der Rhabarber vorbereitet werden: Dafür 500 g Rhabarber („brutto“) schälen und in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden. „Netto“ bleiben dann rund 350 g über.  Den Rhabarber zur Seite stellen. Auch die Streusel können schon vorbereitet werden. Dafür alle oben genannten Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem normalen Rühraufsatz verrühren, bis ein krümeliger Teig entsteht. Auch hier würde ich rund 1/4 Tonkabohne (ersatzweise Vanille) verwenden. Die Streusel ebenfalls zur Seite stellen.

Ein schöneres Ergebnis erzielt man, wenn man die Muffins nun blind backt. Dafür Muffinförmchen aus Papier beispielsweise mit Linsen füllen und in die mit Teig bedeckten Mulden stellen. Es geht aber genauso gut ohne Blindbacken! Die Muffin-„Cups“ also 10 Minuten in den Ofen geben.

Während die Muffins im Ofen sind, vier Blätter Gelatine in kaltes Wasser legen. Den vorhin vorbereiteten Rhabarber in einen Topf geben und mit zwei bis drei Spritzern Zitronensaft langsam erhitzen. Wenn er sich auflöst und die Masse eindickt, braunen Zucker und Stärke dazugeben und miteinander verrühren. Die Gelatine leicht ausdrücken und zur heißen Rhabarber-Masse geben – zügig einrühren.

Die Muffins sollten inzwischen fertig gebacken sein – Blech aus dem Ofen nehmen und gleich die Rhabarber-Masse gleichmäßig auf die Teig-Becherchen verteilen. Den Streuselteig nun mit den Fingern zusammendrücken und über die Muffins bröseln. Anschließend nochmal für 25 Minuten bei weiterhin 200°C Ober- / Unterhitze in den Ofen geben.

Nach der Backzeit herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Erst danach vorsichtig mit einem Messer den Außenrand der Muffins nachziehen, damit sie nicht an der Form festkleben, und die Törtchen aus der Form lösen. Wenn die Muffins noch zu warm sind, sind sie noch nicht stabil genug und können eventuell auseinander brechen – wenn sie ausgekühlt sind, sollte im Normalfall allerdings nichts passieren!

Guten Appetit 🙂

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