Anjas Backbuch

Süßes für die Seele

Cupcakes, versch. Motive

Fuchs Cupcakes mit Aprikosenfüllung

Zuckersüße kleine Füchse mit orange-rotem Fell, zwei süßen Ohren und einer Stupsnase – und darunter? Knusprige Cupcakes mit fruchtiger Aprikosenfüllung. Lecker? Und wie!

[dieser Beitrag enthält die Nennung von Marken(-produkten). Dies stellt keine Werbung dar, sonder basiert auf den persönlichen Interessen der Autorin]

Es herbstelt und an den Bäumen färben sich die Blätter wieder in den unterschiedlichsten Nuancen – von rostbraun über weinrot zu ockergelb: Es ist ein wahres Farbenspiel! Da übersieht man diese orangefarbenen Cupcakes ja fast! Aber nur fast – denn sie sind einfach zu schnuckelig, um nicht gesehen zu werden.

Beim Frosting habe ich mich für meine neue Lieblings-Creme entschieden: Eine Schweizer Buttercreme. Nachdem ich lange zu viel Respekt davor hatte (weil das Eiweiß auf ziemlich genau 60° C erhitzten werden sollte und ich immer Angst habe, dass es beim darauffolgenden Schlagen nicht fest wird), bin ich jetzt total verliebt! Durch eben dieses, mir furcht-einflößende Eiweiß wird die Creme so richtig luftig und leicht. Das komplette Gegenteil von der amerikanischen Buttercreme.

Schweizer Buttercreme? Amerikanische Buttercreme? Deutsche Buttercreme? Wovon spricht die Alte? Tatsächlich gibt es eine Vielzahl an verschiedener Buttercremes, auch eine Französische und Italienische sind dabei. Meine erste Schweizer Buttercreme habe ich beim Rezept-Update vor rund einem Monat, bei den Applecrumble Cupcakes probiert. Wer mal den Vergleich ziehen will: Die amerikanische Buttercreme kam beim Einhornkuchen zum Einsatz* und die deutsche beispielsweise bei den Johannisbeercupcakes im Donauwellen-Style.

*) zu einem Cupcake-Rezept mit purem amerikanischen Buttercreme-Frosting konnte ich mich bis jetzt tatsächlich noch nicht durchringen.

Jetzt aber genug philosophiert: Ihr könnt es nicht mehr erwarten, die kleinen Füchse zu backen und zu vernaschen? Also gut, hier kommt das Rezept – viel Spaß damit!

Zutaten
  • 50 g Fondant
  • Lebensmittelfarbe(n): orange oder gelb und rot
  • etwas Puderzucker
  • Schokodrops

 

  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 2 Eier
  • 200 g Joghurt
  • 300 g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 80 ml Milch
  • 200 g Aprikosenmarmelade

 

  • 3 Eiweiß
  • 120 g Zucker
  • 1 Pirse Salz
  • 150 g Butter, zimmerwarm
Zubereitung

Am besten mit der Deko starten: Für die kleinen Öhrchen das Fondant einfärben. Wer keine orangefarbene Lebensmittelfarbe hat (ich nämlich auch nicht), kann einfach gelbe mit roter Farbe mischen. Ich empfehle euch, auf Farbe in Gel- oder Pastenform zurückzugreifen. Ob die Lebensmittelfarbe fettlöslich ist, ist dabei nicht relevant – darauf müsst ihr in der Regel nur beim Einfärben von Schokolade achten.

Hat das Fondant die richtige Farbe, kann es ausgerollt, ausgestochen (oder mit einem Messer ausgeschnitten) und geformt werden. Zum Trocknen an einen warmen und vor allem trockenen Ort legen – je nach Temperatur sind die Ohren in rund drei Stunden fertig, es kann aber nicht schaden, sie über Nacht aushärten zu lassen. Alternativ kann man die Ohren auch schon vorab zubereiten und in einer luftdicht verschlossenen Box aufbewahren.

Nun den Ofen auf 175° C Ober- / Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit zwölf Förmchen bestücken.

Den Zucker und die Butter in eine Rührschüssel geben und mit einem Schneebesen aufschlagen, bis die Masse weiß und cremig ist. Anschließend nacheinander die zwei Eier dazugeben und danach den Joghurt.

Die trockenen Zutaten – Mehl, Backpulver und Salz – miteinander mischen und dann abwechselnd mit der Milch zum Teig geben. Achtet darauf, dass sich alle Zutaten gut miteinander verbinden. Eventuell müsst ihr die Küchenmaschine kurz stoppen und den Teig vom Schüsselrand lösen, bevor ihr weiterrühren könnt.

Nun die Hälfte des Teigs auf die zwölf Förmchen verteilen. Einen großen Klecks Aprikosenmarmelade in die Mitte setzen und den restlichen Teig darüber geben. Das Muffinblech kurz auf die Arbeitsfläche klopfen, damit sich alles gut verteilt, und für 25 Minuten im Ofen backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Schweizer Buttercreme

Für die Schweizer Buttercreme die Eiweiße zusammen mit dem Zucker und einer Prise Salz in eine Schüssel geben und diese über einem Wasserbad vorsichtig erwärmen. Wer ein Lebensmittelthermometer hat, kann die Temperatur überprüfen, sie sollte bei rund 60° C liegen. Ihr erkennt, dass die Masse bereit zur Weiterverarbeitung ist, wenn ihr das Eiweiß zwischen zwei Finger reibt: Haben sich die Zuckerkristalle vollständig aufgelöst? Dann gebt das Eiweiß in eine Rührschüssel und schlagt es mit dem Schneebesen gut auf.

Es sollte sich ein fester Eischnee bilden, der Spitzen zieht, wenn ihr den Schneebesen anhebt. Der Eischnee sollte beim Aufschlagen auskühlen und vor der weiteren Verarbeitung Raumtemperatur haben.  Dann die Butter in kleinen Stücken hinzufügen – sie darf nicht zu kalt sein, da der Eischnee sonst wieder gerinnt.

Wenn die Creme eine glatte Konsistenz hat, verteilt etwas davon mit einem Messer auf den Muffins – das sind sozusagen die Wangen und Schläfen der Füchse.

Die Creme anschließend mit Lebensmittelfarben orange einfärben und mit einem Messer oder einem Spritzbeutel auf den Cupcakes verteilen. Abschließend die Schokodrops als Augen und Nasen platzieren und die Fondant-Ohren in die Creme stecken – Bon Appetit!

Noch ein kleiner Tipp:

Ihr wollt die Cupcakes bereits am Tag zuvor zubereiten? Steckt die Ohren noch nicht in die Creme – so könnt ihr die Cupcakes problemlos im Kühlschrank aufbewahren. Danach einfach herausnehmen, eine halbe Stunde warten, damit die Creme ein bisschen weicher wird, und die Ohren hinzufügen.

Wer die Ohren schon befestigt hat: Cupcakes auf keinen Fall im Kühlschrank oder an einem anderen, feuchten Ort aufbewahren. Das Fondant zieht Feuchtigkeit und verliert dadurch komplett die Form.

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