Süßes für die Seele

Plätzchen, Winter

Pfaffenhütchen mit Haselnussfüllung

Mit ihrer süßen Form sind die Pfaffenhütchen eine traumhafte Ergänzung zu Spitzbuben, Makronen und Co., daher unbedingte Ausprobier-Empfehlung.

Die Pfaffenhütchen – eine eigentlich ganz bekannte Plätzchensorte, die mir bis zur diesjährigen Weihnachtszeit total unbekannt war. Keine Ahnung, warum mir diese süßen Plätzchen mit dem noch viel süßeren Namen noch nie zuvor untergekommen sind…? Der Name leitet sich übrigens aus der Form ab. Die gleicht nämlich einer Hut-Form, die im 17. und 18. Jahrhundert modern war. Manchmal bin ich auch schon über die Bezeichnung „Napoleonshütchen“ gestolpert und habe gelesen, dass es diese Plätzchen in Dänemark ganz häufig gibt! Es ist dringend an der Zeit, dass diese skandinavischen Klassiker auch hierzulande die Plätzchen-Dosen füllen.

Den Dreispitz-Klassiker kann man nun natürlich mit allem Mögliche füllen: Schokocreme, Marmelade und so weiter. Ich habe mich aber klassischerweise für eine Haselnussmasse entschieden. Auch, weil ich dieses Jahr keine anderen Haselnuss-Plätzchen gebacken habe. Normalerweise ist da schon immer was dabei, beispielsweise die Haselnuss-Busserl oder die Nussstangen.

Wer Pfaffenhütchen in die Suchmaschine eingibt, der wird übrigens erst mal gar keine Plätzchen finden. Stattdessen strahlen einem die pink- und orangefarbenen Früchte des „Gewöhnlichen Spindelstrauchs“ entgegen. Der Strauch, der normalerweise von September bis Oktober seine herrlichen Farben zeigt, ist allerdings giftig. Der Verzehr führt zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Daher wurde das hübsch aussehende Gewächs mit dem unscheinbaren Namen „Pfaffenhütchen“ 2006 sogar zur Giftpflanze des Jahres gewählt (was für eine sonderbare Auszeichnung). Ganz anders verhält es sich zum Glück bei den Pfaffenhütchen-Plätzchen! Da müsst ihr beim Verzehr keine negativen Folgen befürchten – außer vielleicht eine kleine Sucht-Gefahr und die obligatorische Gewichtszunahme rund um Weihnachten.

Nach diesem Ausflug in die Pflanzenwelt kommt jetzt das Rezept für diesen zauberhaften (und für mich neuen) Plätzchen-Klassiker! Viel Spaß damit.

Pfaffenhütchen

Mit ihrer süßen Form sind die Pfaffenhütchen eine traumhafte Ergänzung zu Spitzbuben, Makronen und Co., daher unbedingte Ausprobier-Empfehlung.
Gericht: Plätzchen
Keyword: Haselnüsse
Portionen: 60 Stück
Autor: Anja

Equipment

  • Nudelholz
  • Keks-Ausstecher, rund, ca. 5 cm Durchmesser
  • Spritzbeutel

Zutaten

Für den Teig

  • 280 g Mehl
  • 140 g Zucker
  • 1 TL Vanille-Paste (Aroma)
  • 2 Eigelb
  • 140 g Butter

Für die Füllung

  • 1 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Zucker
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 1/2 TL Zimt

Außerdem

  • 1 Eiweiß
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Anleitungen

  • Für den Teig Mehl, Zucker, Vanille-Paste, Eigelb und Butter zu einer glatten Masse verkneten und diese in einer luftdichten Box oder in Frischhaltefolie gewickelt über Nacht in den Kühlschank stellen.
  • Am nächsten Tag das Eiweiß für die Füllung zusammen mit einer Prise Salz steif schlagen. Anschließend den Zucker hinzugeben und weiter aufschlagen, bis die Masse glänzt und Spitzen zieht. Nun die gemahlenen Haselnüsse und Zimt vorsichtig unterheben. Das Ganze in einen Spritzbeutel füllen.
  • Den Ofen auf 180°C Ober- / Unterhitze vorheizen und zwei Backbelche mit Backpapier belegen. Den Teig mit etwas Mehl sehr dünn ausrollen. Runde Formen ausstechen und in die Mitte etwas Haselnuss-Eischnee spritzen. Dann den Kreisrand mit etwas Eiweiß bestreichen, in der Mitte nach oben falten und leicht festdrücken. Die Plätzchen für rund 12 Minuten im Ofen backen.
  • Anschließend herausnehmen und abkühlen lassen. Zum Schluss noch etwas Puderzucker darüber sieben und fertig sind die Pfaffenhütchen.

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