Anjas Backbuch

Süßes für die Seele

Hochzeitstorte, Torten

Die Hochzeitstorte, Zusammenfassung

Alle Infos und weiterführenden Links zum Thema Hochzeitstorte habe ich euch hier zusammengefasst. Außerdem findet ihr in diesem Beitrag das Rezept und die Mengenangaben für die Schweizer Buttercreme, die ich zum Eindecken der Torte verwendet habe.

[Dieser Beitrag enthält Verlinkungen – diese stellen keine beauftragte Werbung dar. Alle Verlinkungen basieren auf den persönlichen Interessen der Autorin und sind unbeauftragt und unbezahlt. Fotos von Sandra Niedermeier.]

Die Hochzeitstorte – ein Großprojekt.

Ein Großprojekt ist so eine Torte zumindest für jeden, der nicht „professionell“ den Schneebesen schwingt – also auch für mich. Wer gerne backt und auch nur einen Funken Begabung hat, der sollte sich aber ruhig heranwagen.

Zuerst dachte ich, neben den drei Rezepten würde ich noch einen Blogpost zur Torte verfassen. Inzwischen sind es doch ein paar mehr geworden – mit dieser Zusammenfassung sind es satte neun Stück geworden. Es geht eben nicht nur um die Geschmacksrichtung bzw. die jeweiligen Rezepte. Auch Tortendeko, Statik der Torte, Gästeanzahl und vieles mehr sollten berücksichtigt werden. Ich habe versucht, euch alle meine Erfahrungen so gut wie möglich aufzuschreiben. Wenn ihr dennoch Fragen habt, schreibt mir bitte – ich würde mich freuen, euch bei eurer Torte unterstützen zu können.

Hier findet ihr eine Übersicht alle zur Hochzeitstorte gehörenden Beiträge:

Zu guter Letzt: Der Naked-Cake-Look.

Besser gesagt: Der Semi-Naked-Look. Bei komplett „nackten“ Torten wird nämlich gar keine Creme außen herum gestrichen. Das sieht man auch sehr oft bei (Hochzeits-)Torten und tatsächlich hat diese äußerst unkomplizierte und wenig arbeitsintensive Version auch seinen Charme.

Bei dem Semi-Naked-Cake wird die Torte mit Creme eingestrichen, aber so, dass die Törtenböden noch an manchen Stellen durchschimmern. Das sieht nicht nur schön aus, sondern macht es insbesondere für Hobby-Bäcker einfacher, ein kleines Kunstwerk zu zaubern – denn bei dieser Variante muss die Creme außen nicht hundertprozentig glatt verstrichen werden.

Bei der Creme gilt zu beachten: Welchen Temperaturen ist die Torte ausgesetzt? Da Hochzeiten mehrheitlich in den warmen Wochen des Jahres stattfinden und die Torte dort einige Zeit lang „aufgebahrt“ wird, ist die Creme mit dem wohl besten „Preis-Leistungs-Verhältnis“ die Schweizer Buttercreme. In ihrer Stabilität getoppt wohl nur durch die Italienische Buttercreme, die allerdings etwas schwieriger in der Herstellung ist. Mit der Schweizer Buttercreme geht ihr auf Nummer sicher. Beachtet aber bitte, dass diese Creme nie ganz „reinweiß“ wird, sondern immer eher creme-farben, wie ihr auf den Fotos erkennen könnt.

Bevor es das Rezept gibt: Ihr solltet noch beachten, mit welcher Creme eure Torten gefüllt sind. Bei meiner Heidelbeer-Holunder-Torte und der Schoko-Marzipan-Torte waren die Füllungen ja knallig lila und Schoko-braun. Damit man das später nicht mehr sieht, geht man am besten folgendermaßen vor: Tortenboden gegebenenfalls mit einem Tortenring umschließen. Am Rand (mit einem Spritzbeutel) einen Kreis mit der Schweizer Buttercreme, also der „Außencreme“, ziehen. In diesem nun die Tortenfüllung verteilen, nächsten Kuchenboden drauf, außen wieder einen Kreis ziehen, innen füllen, und so weiter. So kann sich die farbige Füllung später nicht mit der weißen Creme vermischen.

Schweizer Buttercreme
  • 6 Eiweiß (Größe M)
  • 360 g Zucker
  • 500 g Butter, Zimmertemperatur

Ich habe die Creme auf zwei Mal zubereitet, da in der Rührschüssel dann mehr Platz ist und die Buttercreme dadurch schön luftig wird.

Das Eiweiß zusammen mit dem Zucker über einem Wasserbad auf 60° C erhitzen. Da die Eier bei der Creme quasi roh weiterverarbeitet werden, ist dieser Schritt dringend notwendig, damit die Keime abgetötet werden. Außerdem löst sich so der Zucker auf und verbindet sich besser mit dem Eiweiß. Eine Faustregel besagt, dass die Mischung warm genug ist, wenn man sie zwischen zwei Fingern verreibt und keine Zuckerkristalle mehr spürt. Ich würde euch für diesen Schritt aber dringend ein Lebensmittel-Thermometer ans Herz legen, falls ihr nicht daran Schuld sein wollt, wenn alle Hochzeitsgäste mit Durchfall auf der Toilette sitzen. Während dem Erhitzen ständig umrühren, damit das Eiweiß nicht gerinnt (dann gibt es Rührei statt Eischnee).

Wenn die 60° C erreicht sind, die Eiweiß-Zucker-Mischung in eine Rührschüssel umfüllen und für rund 10-15 Minuten mit einem Schneebesen „kalt schlagen“. Dabei verfestigt sich die Masse und bekommt eine weiß-glänzenden Farbe. Durch das Abkühlen beim Aufschlagen bekommt die Masse mehr Stabilität. Außerdem ist es wichtig, dass der Eischnee nicht zu warm ist, wenn die Butter zugegeben wird (da diese sonst gerinnt). Die Temperatur kann man überprüfen, indem man mit den Händen die Rührschüssel berührt.

Nun die Butter ein groben Stücken zum Eischnee geben und das Ganze weiterhin mit dem Schneebesen aufschlagen. Die Creme sollte bei Verwendung immer Zimmertemperatur haben. Sie kann zwischenzeitlich im Kühlschrank aufbewahrt werden, sollte aber rechtzeitig vor Verwendung wieder herausgenommen werden, damit sie sich gut verstreichen lässt.

Noch ein Tipp zum Einstreichen: Streicht erst ganz dünn eine Schicht Schweizer Buttercreme um die Torte – dabei werden eventuelle Teigbrösel gebunden. Lasst das Ganze anschließend für einige Zeit im Kühlschrank fest werden und tragt dann die zweite Schicht Creme (diese sollte immer Raumtemperatur haben) auf. So sieht die Torte zum Schluss glatter und sauberer aus.

Das war’s!

Und weil ich so verliebt bin – hier nochmal ein Foto von „meiner“ Hochzeitstorte 2019! Viel Spaß mit den Rezepten, Tipps und Tricks und vor allem: Gutes Gelingen.

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