Anjas Backbuch

Süßes für die Seele

Halloween, Torten

Halloween-Torte mit Kürbis und Bananen

Süße Geister? Waren gestern. Jetzt gibt es schaurige Totenköpfe, denen das Blut aus den Augen läuft – perfekt für deine nächste Halloween-Party!

Mit diesem Rezept endet die diesjährige Halloween-Saison auf meinem Blog. Neben der schaurigen Schoko-Kirsch Torte und dem Red Velvet Cake gibt es inzwischen schon einige herbstliche Grusel-Rezepte hier. Doch so gruselig wie diese Totenkopf-Torte ist wohl keins! Sie ist aber nicht nur das letzte Halloween-Rezept für dieses Jahr, sondern auch mein Beitrag für ein Event auf Instagram: Nicole von Zuckerdeern hat dazu eingeladen, alle Halloween-Kuchen, -Kekse, -Torten und Co. unter dem Hashtag #schaurigsüssehalloween zu posten. Und da dort ganz viele begabte Hobby-Bäcker vertreten sind, habe ich mir natürlich besonders viel Mühe gegeben.

Die Torte setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Dem herbstlichen Kürbis-Geschmack und der gruseligen Deko:

Komponente 1:

Die Torte ist geschmacklich mal etwas ganz anderes – und auch die Konsistenz ist eher ungewöhnlich. Statt eines fluffigen Biskuits handelt es sich hier nämlich um einen typischen Gemüsekuchen, dessen Teig relativ kompakt ist. Das macht ihn aber gleichzeitig super saftig und aromatisch. Ergänzt wird dieser Geschmack durch die fruchtige und luftige Eiweiß-Buttercreme , die das Ganze etwas auflockert. Ich habe diese mit einer Kürbis-Quitten-Marmelade verfeinert – Marke Do-it-yourself. Meine Schwester versorgt mich immer mit unglaublich leckeren Marmeladen! Wer keine so koch-begeisterte Schwester hat und auch selbst nicht gern Marmeladen einkocht, der muss jetzt aber nicht verzweifeln: Aprikosen-Marmelade passt auch perfekt zum Kürbis-Geschmack.

Komponente 2:

Die Totenkopf-Deko ist schon sehr speziell. Darauf gestoßen bin ich – wie so oft – über Pinterest. Das Original stammt von The Scran Line und obwohl sich die Torten äußerlich ähnlich sind, unterscheiden sie sich doch bedeutend voneinander. Das fängt beim Teig an und hört bei den Totenköpfen auf: Während ich auf Fondant zurückgegriffen habe, wird in dem anderen Rezept weiße Schokolade verwendet. Diese wird in kleine Totenkopf-Formen gegossen – da ich aber schon genug Kuchenformen und Back-Zubehör besitze, wollte ich mir nicht auch noch so eine Form zulegen. Auch jemand ohne viel Begabung (also jemand wie ich) kann die Schädel ganz einfach aus Fondant formen, man sollte nur etwas Zeit mitbringen.

Egal für was ihr euch entscheidet: Die Totenkopf-Torte ist in jedem Fall ein echter Blickfang und perfekt für Halloween. Und jetzt: Genug geschwätzt! Hier kommt das Rezept:

Halloween-Torte mit Kürbis und Bananen

Süße Geister? Waren gestern. Jetzt gibt es schaurige Totenköpfe, denen das Blut aus den Augen läuft – perfekt für deine nächste Halloween-Party!
Vorbereitungszeit3 Stdn. 10 Min.
Zubereitungszeit50 Min.
Arbeitszeit4 Stdn.
Gericht: Nachspeise, Torte
Keyword: Banane, Ganache, Kürbis
Portionen: 12
Autor: Anja Schneider

Equipment

  • Zwei Backformen mit 16 cm, bzw. verstellbare Tortenringe

Zutaten

Deko

  • 400 g Fondant
  • 50 g Reissirup
  • rote Lebensmittelfarbe

Ganache

  • 200 g Schlagsahne
  • 450 g weiße Schokolade

Teig

  • 400 g Kürbis (Hokkaido)
  • 2 St. Bananen
  • 3 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanille
  • 300 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 200 ml geschmacksneutrales Öl (z. B. Raps oder Sonnenblumen)

Creme

  • 3 Eiweiß
  • 180 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Butter, Raumtemperatur
  • 100 g Marmelade oder Kompott (zum Beispiel Kürbis, Quitte oder Aprikose)

Anleitungen

  • Aus dem Fondant können in etwa 32 kleinen Totenköpfe geformt werden. Dazu runde Kugeln formen, diese oval drücken und eine Hälfte etwas schmaler rollen, damit die andere aussieht wie der Hinterkopf des Schädels. Zwei Vertiefungen als Augen hineindrücken, mit einem scharfen Gegenstand ein Gebiss "einritzen" und anschließend die Nase und zwei Wangenknochen formen. Die Fondant-Schädel dann für ein bis zwei Tage an der Luft trocknen lassen, damit sie aushärten.
  • Die Ganache am Vorabend zubereiten: Die Schokolade in kleine Stücke brechen und die Schlagsahne in einem Topf zum Kochen bringen – umrühren nicht vergessen, damit nichts anbrennt. Wenn sie Bläschen bildet und zu schäumen beginnt, den Topf vom Herd nehmen und die Schokolade hineingeben, sodass diese vollständig bedeckt ist. Kurz warten – nach rund einer Minute verrühren, bis sich alles miteinander verbunden hat und die Ganache cremig und glänzend ist. Bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
  • Für den Teig muss zuerst ein Kürbispüree zubereitet werden: Den Kürbis in ca. 1,5 x 1,5 cm große Würfel schneiden (die Schale kann mitverwendet werden). In einem Topf mit Wasser für rund 10 Minuten weich kochen. Das Wasser abgießen und den Kürbis mit einem Stampfer oder Pürierstab zu Püree verarbeiten. Anschließend etwas abkühlen lassen.
    Die Bananen schälen und mit einer Gabel zu Brei zerdrücken. Danach mit dem Kürbispüree verühren.
  • Zwei Tortenringe auf 16-17 cm Durchmesser einstellen und mit Backpapier umschlagen. Den Ofen auf 180° C Ober- / Unterhitze vorheizen.
    In einer Rührschüssel die Eier mit dem Zucker und einer Prise Salz cremig schlagen. Vanille unterrühren. Mehl mit Backpulver mische und abwechselnd mit dem Öl zum Teig geben. Wenn alles zusammengerührt ist, das Kürbis-Bananen-Püree unter den Teig heben.
    Den Teig gleichmäßig auf die zwei Formen verteilen und für 50 Minuten im Ofen backen. Danach herausnehmen und abkühlen lassen.
  • Als Füllung wird eine Schweizer Buttercreme zubereit. Dafür die Eiweiß zusammen mit dem Zucker und einer Prise Salz über einem Wasserbad auf 60° C erhitzen. Dabei ständig umrühren, damit das Eiweiß nicht gerinnt. Die Masse dann in eine Rührschüssel umfüllen und mit einem Schneebesen "kalt schlagen" – also aufschlagen, bis die Ei-Zucker-Mischung abgekühlt ist. In der Regel dauert dies rund zehn Minuten.

    Anschließend die zimmerwarme Butter in kleinen Flocken dazugeben und zum Schluss die Marmelade unterrühren.

Jetzt kann die Torte zusammengesetzt werden:

  • Beide Kuchenböden jeweils einmal horizontal halbieren. Einen Tortenring um einen der vier Böden legen und in etwa ein Drittel der Schweizer Buttercreme darauf verteilen. Den zweiten Kuchenboden daraufsetzen und so weiter. Das Ganze für rund 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  • Die Ganache mit einem Handmixer aufschlagen. Ist sie zu flüssig, kann sie für 2-3 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden. Wird die Ganache während der Verarbeitung zu fest und lässt sich nicht mehr verstreichen? Einfach nochmal mit dem Handmixer aufschlagen.
  • Die Torte aus dem Kühlschrank nehmen und den Tortenring entfernen. Dann mit der Ganache einstreichen.
  • Vor dem Servieren die Totenköpfe auf der Torte platzieren, Reissirup mit roter Lebensmittelfarbe mischen und beispielsweise in eine Dekorierflasche füllen. Das Blut auf den Totenköpfen verteilen und zum Tortenrand führen, damit es an der Kante herunter läuft.

Notizen

Wegen dem Fondant solltet ihr die Torte nicht mehr im Kühlschrank lagern, nachdem ihr die Totenköpfe angebracht habt. Sie würden die Feuchtigkeit ziehen und ihre Form verlieren.
Außerdem wird der Drip nicht fest. Nach einer Weile sind die blutigen Drips alle am unteren Ende der Torte angelangt – daher erst kurz vor dem Servieren anbringen und immer nur minimal Reissirup über die Kante laufen lassen.

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