Anjas Backbuch

Süßes für die Seele

Hochzeitstorte, Tipps und Tricks

Backen mit Tortenring

Ein kleiner Tipp mit großer Wirkung: Wie ihr mit einem Tortenring statt einer Springform backen könnt und warum ihr es unbedingt ausprobieren solltet.

Wie die Torten bei den Profis immer so gerade hochbacken? Bei dir bekommen sie immer einen Buckel und reißen auf? Und überhaupt, wieso ist jedes Rezept für einen anderen Durchmesser gemacht? Wer hat denn bitte 20 verschiedene Backformen zuhause?

Manchmal kann die Antwort so einfach sein:

Tortenring statt Backform

Einen solchen Ring verwendet man klassischerweise, wenn man Torten mit Cremes füllen möchte, die erst noch erkalten beziehungsweise fest werden müssen (zum Beispiel Füllungen mit Gelatine). Tortenboden backen und abkühlen lassen, Tortenring außen rum, Creme rein, schwupps, fertig. Bis ich im Sommer 2019 eine Hochzeitstorte für Freunde backen durfte und mich intensiver mit dem Backen klassischer Torten beschäftigt habe, bin ich darauf gestoßen, dass diese Edelstahlformen auch zum Backen von Kuchenböden verwendet werden können.

Die Vorteile sind schnell erklärt: Da sie dünner sind als herkömmliche Springformen und zudem keinen Boden haben, kommt die heiße Luft im Ofen besser an den Teig. Die Wärme kann sich also ausgewogener verteilen und dadurch wird der Kuchen gleichmäßig gebacken. Mit anderen Worten: Der Teig bekommt keine krumme Form bzw. nicht die typische Wölbung, die beim Backen mit normalen Springformen entsteht. Zudem sind diese Ringe größenverstellbar und von 16-30 cm Durchmesser habt ihr alle Möglichkeiten.

Ohne Boden? Wie soll das gehen?

Der Tortenring wird auf etwas Backpapier gestellt. Damit der Teig nicht gleich überall unten aus der Form heraus läuft, wird das Backpapier umgeschlagen. Ich verzwirbele anschließend immer die Ecken, sodass es eng an dem Tortenring anliegt. Außerdem nehme ich immer ein Backpapier mit einer geriffelten Oberfläche, da es griffiger ist, als das glatte Backpapier. Mit dieser Technik hält der „selbstgemachte Boden“ sehr gut:

Diese Konstruktion kann anschließend auf einen normalen Ofenrost gestellt werden. Backbleche eigenen sich in der Regel nicht so gut, da sie den Wärmefluss behindern und zudem nie ganze gerade sind. Ich habe auch schon oft sogenannte Lochbleche, also perforierte Backbleche gesehen. Bei diesen mit kleinen Löchern versehenen Blechen handelt es sich meiner Meinung nach aber um unnötigen Schnickschnack und Geld-Macherei. Je nach Modell, Marke und Material zahlt man dafür um die 30 EUR, dabei funktioniert es auch super ohne.

Das war es eigentlich auch schon mit dem Tipp! Vielleicht noch ein Hinweis für den Kauf eines solchen Tortenrings: Zwei Dinge, solltet ihr dabei beachten.

  1. Höhe des Tortenrings
    Rund sieben bis zehn Zentimeter ist die Standard-Höhe und für den normalen Gebrauch (auch bei einer Hochzeitstorte) vollkommen ausreichend. Höhere Tortenringe sind ausschließlich beim Füllen von sehr, sehr hohen Torten sinnvoll und hier könnt ihr euren „kleinen“ Ring auch einfach mit etwas Alu-Folie aufpimpen.
  2. Verschluss
    Ich selbst habe einen älteren Tortenring, der mit zwei Metallspangen befestigt wird. Manchmal fixiere ich den Ring zusätzlich mit einer Foldback-Klammer, da ich dem System nicht ganz traue (obwohl es in 99% der Fälle super funktioniert). Bei meinem zweiten Tortenring habe ich auf eine Variante mit Klemmhebel gesetzt. Dabei kann die gewünschte Größe rutschfest eingestellt werden.
Zusammenfassung
  • Tortenring auf die gewünschte Größe einstellen und fixieren
  • Backpapier mit geriffelter Oberfläche unter den Tortenring geben, einschlagen und Enden verzwirbeln
  • Tortenring mit dem Backpapier auf einen Ofenrost stellen
  • Teig in die Form geben
  • Ab in den Ofen

Und wer es gleich ausprobieren möchte – wie wäre es zum Beispiel mit der Heidelbeer-Holunderblüten-Torte? Oder lieber Schoko-Marzipan? Und Maracuja-Zitrone gäbe es auch noch – und so viel mehr!

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