Anjas Backbuch

Süßes für die Seele

Herbst, Kuchen

Der weltbeste Zwetschgendatschi

Gibt es ihn wirklich? DEN besten Zwetschgendatschi der ganzen Welt? Findet es heraus in diesem Blog-Beitrag und probiert das Rezept mal aus – wer weiß, vielleicht ist es ja wirklich der weltbeste Datschi…?

Kaum zu glauben, wie die Zeit dieses Jahr schon wieder dahinrast. Ich weiß, ihr wollt das jetzt nicht lesen, aber: in weniger als VIER Monaten ist Weihnachten. Ist das zu glauben?! Vorbei ist sie, die Rhabarber-Saison 2019, vorbei ist die Zeit für fruchtige Erdbeer- und Kirschkuchen. Zum Glück gibt es auch in den dunklen, kalten und regnerischen Wochen des Jahres etwas, das unseren Zuckerspiegel ausreichend hoch hält, um die Zeit bis zum nächsten Sommer zu überbrücken. Bevor es aber wieder Plätzchen-Rezepte regnet, gibt es erst mal Apfelkuchen mit knusprigen Mürbteigboden, saftige Schokoladenkuchen und: Zwetschgendatschi. Der Herbst-Kuchen schlechthin.

Wie ich in dem Beitrag zum Rezept „Zwetschgendatschi unter der Haube“ (mit leckerem Baiser-Topping) schon geschrieben habe, gibt es ja seit jeher zwei Datschi-Lager: Mürbteig-Fans versus Hefeteig-Anhänger. Total vergessen wird dabei meist die Version mit Quark-Öl-Teig – völlig zu Unrecht! Denn bei diesem Teig habt ihr eine saftige Basis für die süßen Zwetschgen.

Was diesen Datschi nun zum „besten Datschi ever“ macht? Tja, grundsätzlich ist das Rezept fast identisch mit dem Baiser-Zwetschgendatschi (mit Mengenangaben für ein ganzes Blech, statt nur einer 25×38 cm-From). Aber jetzt kommt es: Diesen Datschi so perfekt machen knusprige Butterstreusel. Große Streuselliebe! Das passt einfach perfekt zu dem fluffigen, saftigen Teig und den herrlich fruchtigen Zwetschgen. Was meint ihr? Probiert das Rezept doch mal aus und vielleicht wollt ihr danach nie wieder einen Datschi mit Hefe- oder Mürbteig essen – wer weiß…?

Zutaten

(für 1 Backblech)

  • 200 g Quark (40% Fett)
  • 8 EL geschmacksneutrales Öl (z.B. Raps oder Sonnenblume)
  • 6 EL Milch
  • 1 Ei
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 400 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 30 g Butter
  • 2 TL Zimt
  • 1 – 1,2 kg Zwetschgen
  • 150 g Butter (zimmerwarm)
  • 150 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 50 g Mandeln (gemahlen, gehakt oder gehobelt)
Zubereitung

Zuerst die Zwetschgen waschen, halbieren, den Kern entfernen und die Hälften oben und unten jeweils ein kleines bisschen einschneiden, damit sie noch aufgeklappt werden können. Für später zur Seite stellen.  Den Ofen auf 180° C Ober- / Unterhitze vorheizen.

Für die Streusel die zimmerwarme Butter zusammen mit Mehl und Zucker zu einer homogen Masse verkneten (mit einer Küchenmaschine oder per Hand). Anschließend kurz die Mandeln einarbeiten – ich verwende gerne gehobelte Mandeln, da man die feinen Mandel-Stückchen später dann ganz fein herausschmecken kann.

Den Quark in die Mitte eines frisch gewaschenen Geschirrtuchs geben, eine Art „Säckchen“ daraus bilden und die Feuchtigkeit herausdrücken, bis der Quark eine sehr feste Konsistenz hat. Ihr könnt ihn dann wie einen Ball anfassen, ohne dass er auseinander läuft. Nun den Quark mit Öl, Milch, Ei, Zucker, Vanillezucker und Salz verrühren. Anschließend das Mehl mit dem Backpulver mischen und zusammen mit dem flüssigen Teig – mit einem Knethaken – zu einem homogenen Teig verkneten.

Den Teig könnt ihr anschließend mit einem Nudelholz direkt auf einem Backpapier ausrollen und so auf das Blech legen. Den Teig mehrmals mit einer Gabel piksen. Die Butter schmelzen, den Zimt hinzufügen und die Mischung mit einem Pinsel auf dem Teig verteilen. Jetzt kommen die vorbereiteten Zwetschgen darauf – das Rezept ist darauf ausgelegt, dass sehr viele Zwetschgen auf den Kuchen kommen. 

Nun den Streusel-Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn mit den Händen über dem Kuchen zerbröseln. Das Backblech dann für 35-40 Minuten in den Ofen schieben (am besten auf der oberen Schiene, damit die Streusel schön knusprig werden). Et voilá, schon ist er fertig – der weltbeste Zwetschgendatschi.

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