Anjas Backbuch

Süßes für die Seele

Kuchen, Ostern

Karottenkuchen

Kuchen und Gemüse – was sich anhört wie zwei absolute Gegensätze, kann zusammen einen super leckeren Kuchen ergeben. Denn die süßen Karotten machen den Kuchen schön saftig und führen zu einem einzigartigen Geschmack.

Ich wollte dieses Jahr unbedingt einen Karottenkuchen zu Ostern backen – und als ich dann von meinen zwei süßen Blogger-Kolleginnen Elena (back mich glücklich) und Meli (Mein Naschglück) zum #hoppelhasenfest Event auf Instagram eingeladen wurde, gab es keine Ausrede mehr. Bei diesem Event gibt es 14 (ja richtig, VIERZEHN) Tage hintereinander wunderbare Beiträge zum Thema Ostern – von DIY-Projekten über Rezepte bis hin zu Deko-Tipps. Zwölf Mädels und ein Mann (was für eine Frauenquote) verzaubern euch mit grandiosen Oster-Ideen.

Warum ich mich für diesen Kuchen entschieden habe? Ganz einfach. Zum einen wird Blechkuchen total unterschätzt und sollte viel öfter gebacken werden. Zum anderen sieht er wegen seiner Schichten zwar aufwändig aus, ist aber kinderleicht. Und außerdem? Ich gestehe – ich fand die orange Farbe einfach perfekt für einen Karottenkuchen – das Auge isst eben mit.

Beim Thema Karotten bricht bei meinen Schwiegereltern übrigens der Krieg aus – nicht wegen dem Gemüse selbst, sondern wegen dessen Namen. In Bayern sagt man nämlich „Gelbe Rübe“ (also eigentlich eher „Gaibe-Ruam“), was daran liegt, dass in Deutschland früher (so im 16ten Jahrhundert) eine gelbe Rübensorte angebaut wurde. Obwohl diese zwar durch ihren orangen Kollegen weitestgehend vertrieben wurde, blieb der Name „Gelbe Rübe“ bestehen – und mein Schwiegerpapa besteht darauf, dass das knackige Gemüse „Gelbe Rübe“ und nicht Karotte genannt wird. Wie ist das bei euch? Sagt ihr Karotten oder „Gelbe Rüben“? Oder vielleicht sogar Möhren?

Die gelbe „Gelbe Rübe“ ist übrigens wieder auf dem Vormarsch: Zusammen mit ihren weißen, violetten und schwarzen Kollegen ist sie immer öfter im Gemüseregal der Supermärkte zu finden. Die bunten Karotten sind nicht nur schön anzusehen, sondern haben alle ihre ganz eigene Note – falls noch nicht geschehen, solltet ihr sie unbedingt mal probieren.

Zutaten
  • 4 Eier
  • 200 g brauner Zucker
  • 400 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • 250 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
  • 300 g Karotten
  • 180 g Frischkäse Doppelrahmstufe
  • 50 g Puderzucker
  • 200 g Sahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 1 EL Zucker
  • 400 ml Karottensaft (alternativ Multivitaminsaft)
  • Deko-Karotten, zum Beispiel aus Marzipan
Zubereitung

Die Karotten schälen und in grobe Stücke hobeln – man kann sie auch mit einem Mixer zerkleinern, aber ich finde größere Stückchen einfach besser. Anschließend ein gewöhnliches Ofenblech (Maße ca. 30×40 cm) mit Backpapier belegen und den Ofen auf 175° C Ober- / Unterhitze vorheizen.

Die vier Eier in eine Rührschüssel geben und zusammen mit dem braunen Zucker aufschlagen, bis eine schaumige Masse entstanden ist. Mehl, Mandeln, Backpulver und Zimt miteinander vermischen und dann abwechselnd mit dem Öl zur Ei-Zucker-Mischung geben. Nun vom Schneebesen zu einem Rühraufsatz wechseln und die Karotten zum Teig geben. Diesen anschließend auf dem vorbereiteten Backblech verstreichen und für 25 Minuten in den Ofen geben. Danach herausnehmen und abkühlen lassen.

Den Kuchen auf der langen Backblechseite halbieren, damit ihr zwei gleich große Teile habt. Um die eine Hälfte einen rechteckigen Backrahmen (aka Tortenring) legen, die andere Hälfte vorerst zur Seite stellen.

Für die Füllung die Schlagsahne aufschlagen – wenn sie beginnt, etwas fester zu werden, ein Päckchen Sahnesteif einrieseln lassen und weiter rühren, bis sie ganz fest ist. Den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Zitronensaft verquirlen – anschließend die aufgeschlagene Sahne unterheben. Nun die Creme auf dem Kuchen verteilen – ein kleines bisschen davon für die Deko aufsparen. Wenn die Creme gleichmäßig verteilt ist, kann der zweite Kuchenboden darauf gesetzt werden.

Für die nächste Schicht 400 ml Saft in einen Topf geben. Ungefähr zwei Esslöffel davon in eine Schüssel füllen und mit dem Puddingpulver und einem Esslöffel Zucker verrühren. Den Saft im Topf zum Kochen bringen (am besten bei niedriger Temperatur immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt). Den Topf sodann vom Herd nehmen, den angerührten Pudding dazugeben und mit einem Schneebesen sanft umrühren. Den Topf nochmal kurz auf dem Herd erwärmen, bis die Masse eindickt. Diese anschließend auf dem Kuchen verteilen.

Der Karottenkuchen sollte nun für mindestens zwei Stunden kühl gelagert werden. Dann mit einem Spritzbeutel die restliche Creme auftragen und die Kuchenstückchen mit Marzipan-Karotten verzieren.

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