Anjas Backbuch

Süßes für die Seele

Cupcakes, versch. Motive

Bachelorette-Cupcakes

Süß-saure Leckerbissen mit schokoladiger Creme, Doktor-Hütchen und Schriftrolle. Die hören sich lecker an, sehen klasse aus und schmecken einfach grandios!

[Dieser Beitrag enthält die Verlinkung zu einem anderen Blog. Dies stellt keine bezahlte / beauftragte Werbung dar, sondern basiert auf meinem persönlichen Interesse.]

Bachelorette-Cupcakes? Was das ist? Ehrlich gesagt, handelt es sich dabei schlicht und ergreifend um leckere Zitronen-Cupcakes mit Graduation-Deko, also Doktor-Hut und Schriftrolle (aka Abschlusszeugnis). Warum das ganze Trara, fragt ihr euch? Die Antwort lautet: Ich habe es geschafft! Nach dreieinhalb Jahren berufsbegleitendem Studium habe ich im Sommer 2018 endlich meinen Abschluss gemacht und darf mich jetzt „Bachelor of Science“ in Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie nennen. Dreieinhalb lange Jahre. Dreieinhalb schöne und nicht so schöne Erfahrungen.

Wenn mal wieder Klausuren anstanden oder Hausarbeiten abzugeben waren, durften sich die Kollegen in der Arbeit einiges anhören… (Sorry!) Am Ende des Kolloquiums dann die Bescheinigung (bestanden!) in den Händen zu halten, war an sich schon ein wundervolles Gefühl. Noch schöner war es allerdings, als ich am nächsten Tag in die Arbeit kam: Ein paar Kollegen (und natürlich Kolleginnen) hatten sich zusammengetan, Kuchen gebacken, Blumen besorgt und mich überrascht. Ich habe gar nichts mitbekommen und zuerst auch gar nicht verstanden, was überhaupt los ist – dann hat es aber Klick gemacht und als bei mir plötzlich die Tränchen kullerten (ich bin unnatürlich nah am Wasser gebaut), waren die Kollegen kurz geschockt. Hatte ich etwa nicht bestanden?! Aber das war schnell aufgeklärt: Doch, doch, alles gut gelaufen, ich habe mich einfach so wahnsinnig über die Überraschung gefreut.

Was würde da als Dankeschön besser passen als Bachelorette-Cupcakes?! Gesagt getan. Und die süß-sauren Leckerbissen mit der schokoladigen Creme, der Doktor-Hütchen und der Schriftrolle sind super angekommen. Aber keine Sorge: Selbst wenn ihr gerade keinen Schul-, Uni- oder Aus- und Fortbildungsabschluss zu Feiern habt: Die zitronigen Cupcakes schmecken auch mit anderer oder gar keiner Deko einfach klasse! Ein super einfaches Basic-Rezept, das sich immer gut eignet.

Obendrauf gab es übrigens von den lieben Kollegen noch einen Gutschein für einen Backkurs meiner Wahl. Inzwischen habe ich mich entschieden, mich bei der wunderbaren Elena von >Back mich glücklich< an Macarons heranzuwagen. Ende März ist es so weit und ich werde euch auf dem Blog natürlich davon berichten!

 

PS.: Auch dieser Blog-Beitrag wäre fast an den veralteten, nicht unbedingt gelungenen Fotos gescheitert. Wieso ich mich trotzdem dazu entschieden habe, ihn zu posten? Lest mehr dazu hier: Warum ich Midi-Zitronen-Gugelhupfs doch verblogge.

Zutaten
  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 5 Eier
  • 4 Bio-Zitronen (Saft und Abrieb)
  • 230 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 50 ml Schlagsahne
  • 400 g weiße Schokolade
  • 150 ml Schlagsahne
  • Fondant und Lebensmittelfarbe (ggf. etwas Puderzucker)
  • etwas Puderzucker und Zitronensaft
Zubereitung

Bevor es mit dem Teig losgeht, Frosting und Deko vorbereiten: Für das Frosting – eine weiße Schoko-Ganache – die Schokolade in kleine Stücke brechen oder schneiden / hacken. Die vier Bio-Zitronen heiß abwaschen, auspressen und den Saft zur Seite stellen. Die Schale abreiben. 150 ml Sahne in einem Topf zum köcheln bringen und den Topf sodann vom Herd nehmen. Die Schokoladenstückchen und den Abrieb der Zitrone (nicht den Saft) hineingeben und sanft umrühren, bis sie komplett geschmolzen ist und sich eine glatte Masse ergeben hat. Die Ganache nun zur Seite stellen und bei Raumtemperatur komplett abkühlen lassen.

Nun zur Deko: Hier sind eurer Kreativität wie immer keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt die Zuckermasse ausrollen und formen wie ihr möchtet. Mit etwas Lebensmittelfarbe lässt sich das Fondant ganz einfach einfärben – falls es dadurch zu klebrig und „matschig“ wird, könnt ihr mit ein bisschen Puderzucker die richtige Konsistenz wiederherstellen. Am besten lasst ihr die kleinen Fondant-Kunstwerke über Nacht an der Luft trocknen – dadurch härtet das Fondant etwas aus und behält besser seine Form. Falls ihr euch für die Doktor-Hüte entschieden habt, wartet mit dem Zusammenfügen von Unter- und Oberteil, bis die Einzelteile ausgehärtet sind. Dann den Puderzucker mit etwas Zitronensaft (oder Wasser) anrühren und die Hut-Teile mit dieser Mischung zusammenkleben.

Weiter mit dem Teig: Dafür den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen und ein Muffinblech mit zwölf Papierförmchen bestücken. Dann die Butter und den Zucker schaumig rühren und nacheinander die Eier hinzufügen. Alles gut miteinander vermengen. Die restlichen 50 ml Sahne, sowie den Saft der vorher ausgepressten Zitronen dazu geben. Mehl, Backpulver und Vanillezucker vermischen und ebenfalls unterrühren.

Den Teig in die Förmchen füllen und für 35 Minuten backen. Zur Sicherheit eine Stäbchenprobe machen: Dafür ein dünnes Holzstäbchen in die Muffins stecken. Bleiben kleine, feuchte Krümel am Holz kleben, lasst die Muffins noch 5-10 Minuten länger im Ofen. Wenn die Muffins fertig sind, können sie zum Auskühlen herausgenommen werden.

Die abkühlte Ganache nun mit einem Handrührgerät aufschlagen, bis sie cremig, fest und heller (fast weiß) ist. Dann kann das Frosting mit einem Spritzbeutel auf die kleinen Küchlein aufgetragen werden. Fast fertig!

Zum Schluss noch ein Tipp: Da Fondant im Kühlschrank die Feuchtigkeit zieht und daher die Form verliert, dekoriert eure Cupcakes erst kurz vor dem Servieren, wenn sie nicht mehr gekühlt werden müssen.

Und ganz zum Schluss noch…

DANKE. Danke an meine Kollegen für die liebe Überraschung. Danke an meine Familie, die mich dreieinhalb Jahre lang ertragen musste, in denen ich öfter als normal zickig und schlecht gelaunt war. Danke an alle Freundinnen, die mich in manchen Zeiten wirklich selten zu Gesicht bekommen und trotzdem immer zu mir gehalten haben. Und danke an die wundervollen Mädels, die ich während dem Studium kennen lernen durfte (Schicksal!) und die hoffentlich noch ganz lange in meinem Leben bleiben werden, auch wenn wir nicht mehr gemeinsam die Schulbank drücken.

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